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Der Weg zum Trainpferd - Die Prüfungen

 

 

Nachdem im ersten Eintrag vor allem über Zweck und Allgemeines über den Train aufgeklärt wurde, geht es nun, zwei Wochen später, um die „Prüfungen“, die ein Pferd absolvieren muss, um Trainpferd zu werden. Unterteilen kann man diese in Ankauf, Zwischen-und Endinspektion.

Der Ankauf für den Train fand in diesem Jahr am 7.Februar statt. Dabei wurden 95 Freiberger und 7 Maultiere der kritischen Jury präsentiert. Vorgestellt werden durften lediglich Freiberger, die auch Schweizer Papiere haben. Eine eigens dafür ausgewählte Jury, eine Ankaufskommission des Militärs, reiste hierfür ins NPZ an. In diesem Jahr wurden die vorher geltenden Richtlinien etwas aufgeweicht. Eigentlich wurden für den Dienst beim Train lediglich Wallache angekauft. Diese sind vom Umgang und Handling mit Mensch und Artgenossen zumeist einfacher. Im vergangenem Jahr bereitete es allerdings einige Probleme, die geforderte Anzahl Freibergerwallache ohne größere Mängel aufzukaufen. Daher ließ man in diesem Jahr auch Stuten zu.

Die Ankaufskommission beurteilte die Equiden zuerst hinsichtlich ihres Exterieurs. Es wurde danach eine äußerliche Ankaufsuntersuchung betreffend Warzen, Parasiten, etc. durchgeführt. Auch wurden die jungen Tiere gemessen. Da die Freiberger mittlerweile etwas sportlicher gezogen werden, hat man z.T. das Problem, dass ein Teil der Pferde das festgelegte Stockmaß (150-158cm) überschreiten. Doch gerade beim Train sind Pferde von mittlerer Größe wichtig, da das Beladen bei größeren Pferden schwieriger ist.

Fällt die Beurteilung des Exterieurs positiv aus, kommt das Personal des NPZ’s ins Spiel. Diese absolvieren mit den Freibergern und Mulis einen kleinen Test. Hier werden die Tiere angespannt und einspännig, für wenige Minuten, gefahren. Dabei wird ein Eindruck vom Verhalten und Wesen der Tiere gewonnen. Eignet es sich aufgrund seines angenehmen und ruhigen Wesens, wird diese Empfehlung der Ankaufskommission weitergegeben. Die meisten der vorgestellten Tiere haben bereits vorher einen Feldtest absolviert. Sie also bereits angeritten und etwas gefahren. Daher sollte dieser kleine Test keine Probleme bereiten.

Nach den ersten 30 Tagen Ausbildung findet dann die zweite Prüfung, die Zwischeninspektion, statt. Hierfür fanden sich der leitende Veterinär und ein Administrator der Armee im NPZ ein. In diesem Jahr fiel dieser Termin auf den 6. März. Begonnen wurde mit einer kurzen Betrachtung der Pferde hinsichtlich ihrer Gesundheit, etwaiger Verletzungen und ihres Fütterungszustands. Danach wurden alle Anwärter vorgetrabt. Danach wurden zunächst die Freiberger vorgestellt, die Probleme bereiteten, die z.B. mit dem Basten nicht zurechtkamen und dabei scheuten. Über diese vier wurde dann kurz beraten und schließlich die Entscheidung getroffen, dass sie nicht geeignet für den Dienst im Train sind. Die Pferde werden dann von ihren Vorbesitzern abgeholt. Denn ein Trainpferd muss ebenfalls durch einen Laien geführt und versorgt werden können, ohne dass eine Gefahr für den Rekruten oder Soldaten besteht. Die anderen Freiberger und Mulis wurden dann beim Reiten, Fahren und Säumen in Auszügen präsentiert. Zusätzlich wird über mögliche Garantieverlängerungen gesprochen, falls ein Pferd z.B. gekolikt oder sich vertreten hat, es somit im Rückstand beim Training ist und die Ausbilder sich unsicher über die Eignung sind. Diese Pferde dürfen bleiben, bis entschieden wird, ob sie geeignet sind oder eben nicht.

14 Tage später stand der Termin für die letzte Prüfung, der sogenannten Schlussinspektion, an. Hierfür reisten erneut der Chefveterinär des Militärs und die administrative Leitung an. Präsentiert wurden an einem Vormittag alle Tiere beim Basten und Holzrücken, dann je nach Eignung und Talent auch beim Reiten und/oder Fahren. In diesem Jahr durften alle verbliebenen 25 Freiberger und 4 Mulis ihren Dienst antreten. Als erstes absolvieren die Pferde noch einen weiteren Ausbildungsteil - der sogenannte Angewöhnungs-WK mit erfahreneren Trainsoldaten, um die Tiere auf ihren zukünftigen Dienst vorzubereiten. Bis zum 14. Lebensjahr arbeiten sie als Trainbundpferde.

Nach der Übernahme in die Armee besteht die Möglichkeit, dass die Trainrekruten ihr eigenes Trainpferd- oder Muli erwerben können. Die übrigen Pferde und Maultiere werden an einen Lieferantenpool verkauft, mit dem die Bedürfnisse des Militärs abgedeckt werden.

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