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Hier ist der Wolf los

Der Wolf (Canis lupus) breitet sich in der Schweiz weiter aus und nicht jeder freut sich über die steigende Population. Allein in den vergangenen zwölf Monaten wurden fast 400 Nutztiere gerissen, weitere 70 zählen zu den indirekten Verlusten von Wolfsangriffen.

Inzwischen streifen bis zu 50 Wölfe durchs Land. Im gesamten Alpenraum leben rund 900 - 1000 Wölfe - Tendenz steigend!

Die meisten leben in vier Rudeln im Wallis, in Graubünden und im Tessin. Einige leben auch als Einzelgänger. Ein solcher wurde Mitte Mai in einem Weiler von Horgen ZH gesichtet. Die Behörden bestätigten ebenfalls den ersten Wolf im Kanton Zug.


Fakt ist: Da sich Wölfe in einem großen Radius lautlos, meist für uns nicht sichtbar fortbewegen und in 24 Stunden dutzende Kilometer zurücklegen können, ist schwierig zu sagen, wo sich der Wolf gerade aufhält. Meldungen über Risse oder Rissspuren gab es bisher keine. Auch DNA-Spuren konnten keine gesichert werden.

So verhält man sich richtig


Bei der letzten Sichtung handelt es sich um die vierte bestätigte Wolf Präsenz im Kanton Zürich seit 2014. Zuvor galt der Wolf im Kanton während über 100 Jahren als ausgestorben. Der Kanton fördert die Wiederansiedlung des Wolfes nicht aktiv, akzeptiert ihn aber als Teil der heimischen Wildfauna.

Für die Bevölkerung, große Nutztiere und Haustiere bestehe laut der Behörde keine Gefahr. Der Wolf ist ein scheues Tier, das dem Menschen ausweicht. Bei Begegnung mit einem Wolf sollte man aber unbedingt Distanz wahren und sich zurückziehen. Hunde müssen an die Leine genommen werden.

Während der Sömmerungszeit ist das Risiko für Schäden am höchsten. Es fällt auf, dass es immer vermehrt Risse auf Herbst- und Frühjahrweiden gib. Die meisten Angriffe ereignen sich während der Nacht und/oder bei eher schlechtem Wetter. Durch eine der Situation angepassten Herdenschutz-Massnahmen können die Schäden begrenzt werden.


Nach den ersten größeren Schäden an Nutztieren durch den Wolf in den Jahren 1995 bis 1997 wurden unterschiedliche Erfahrungen mit verschiedenen Herdenschutz-Massnahmen gesammelt. Dabei hat sich herausgestellt, dass vor allem elektrische Zäune einen guten Schutz leisten können.

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Folgende Kriterien sind bei der Zäunung im Wolfsgebiet zu beachten:


Feste Koppeln aus Maschendraht, Knotengeflecht etc. sollten mindestens 120cm hoch sein und einen festen Bodenabschluss (Spanndraht) aufweisen, da Wölfe lieber unter dem Zaun durchschlüpfen oder sich unten durchgraben, als über den Zaun springen.
Elektrozäune sollten mindestens 90 cm hoch sein und nicht durchhängen. Die Mindesthöhe sollte auf der ganzen Koppellänge eingehalten werden.
Bei Elektrozäunen, insbesondere bei Netzen, ist rundherum eine genügend hohe Spannung zu gewährleisten. Dazu braucht es starke Elektrozaungeräte und eine gut gelegte, tief eingesetzte Erdung.
Bestehende Zäune können relativ einfach mit zusätzlichen Drähten elektrifiziert werden. Es reicht dann, wenn oben und unten ein zusätzlicher Draht mit genügend Strom geführt wird.
Bei Netzen ist an jeder Stelle des Zaunes auf einen guten Abschluss am Boden zu achten, um ein Durchschlüpfen zu verhindern.
Gewässer sind Auszukoppeln, da sie kein Hindernis für Wölfe darstellen.
Bei Litzenzäunen sollte der Abstand zum Boden, bzw. die Abstände zwischen den einzelnen Litzen nicht größer als 20cm sein.
Von angrenzenden Böschungen sollte genügend Abstand gehalten werden, da sie als Übersprungshilfe für Wölfe dienen können.
Zäune sollten täglich kontrolliert werden. Löcher in elektrifizierten Netzen sollten unbedingt mit leitendem Reparaturdraht geschlossen werden.

Zahlen und Fakten


> 93 Wolfsrudel gibt es im Alpenraum, 18 mehr als noch im Frühling 2017. Das entspricht 900 bis 1000 Tieren.

> 4 Rudel leben in der Schweiz, das sind etwa 50 Tiere. Zum Vergleich: In Frankreich sind es 52 Rudel, in den italienischen Alpen 40.

> 1995 kam der Wolf permanent in die Schweiz zurück, nachdem die einst grosse Population in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts komplett ausgerottet wurde.

> 3,3 Millionen Franken kostet der Umgang mit dem Wolf pro Jahr in der Schweiz, vor allem für Herdenschutz-Massnahmen. Zum Vergleich: Die Schafhaltung wird mit rund 40 Millionen Franken pro Jahr subventioniert.

> 10 Wölfe wurden zwischen 1998 bis heute in der Schweiz legal mit Bewilligung abgeschossen. Es gibt aber auch illegale Abschüsse.

> 9 Menschen sind seit 1950 in ganz Europa durch den Wolf gestorben, keiner in der Schweiz. Die Fälle lassen sich fast ausnahmslos auf angefütterte, provozierte oder tollwütige Tiere zurückführen.

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