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Hitze, ein grosser Feind Ihrer Rinder

Der Sommer steht vor der Tür. Die meisten Menschen freuen sich auf warme Temperaturen und sonniges Wetter. Doch für die Rinder heisst das vor allem eins: Stress und Unwohlbefinden. Ursprünglich ist das Rind ein Herdentier aus der kalten Klimazone. Die Ideale Umgebungstemperatur für das Tier liegt demzufolge zwischen 7 und 15°C. In unseren Breitengraden können über den Sommer allerdings weitaus höhere Temperaturen herrschen, welche für die Tiere zur Belastung werden. Dadurch nimmt die Futteraufnahme ab, die Milchleistung reduziert sich und die Fruchtbarkeit geht zurück.

Herkunft des Problems und Auswirkungen auf die Rinder 

In den Sommermonaten heizen sich Stallungen besonders stark auf. Das führt zu Hitzestaus in den Ställen. Das kommt daher, dass die Stallungen zu viel Sonneneinstrahlung haben und öfters eine zu geringe Zu-und Abfuhr der Luft gewährleisten. Ausserdem spielt die Konstruktion eine wichtige Rolle. Einige Ställe sind so konstruiert, dass von alleine genügend Durchzug vorhanden ist. Bei anderen ist das nicht der Fall. Unter diesen Umstände zeigen Rinder ernst zu nehmende Symptome auf, die es möglichst schnell zu behandeln gilt. Folgende Symptome tauchen bei zu hoher Raumtemperatur auf: 

  • Die Tiere sind zu wenig aktiv und liegen wenig
  • Die Atemfrequenz ist erhöht (über 80 pro Minute). Ein deutliches Schnaufen und Hecheln wird dadurch erkennbar
  • Die Tiere stehen vermehrt in der Nähe von Fenstern und Toren
  • Die Futteraufnahme verringert sich um bis zu 20%
  • Die Fruchtbarkeit verringert sich. Brunstzeichen verkürzen sich oder sie tauchen gar nicht mehr auf, Verwerfungsrate steigt deutlich an
  • Die Körpertemperatur kann bis auf ca. 39°C ansteigen
  • Durch das Schwitzen wird das Fell feucht oder gar nass
  • Das Grundfutter wird vermieden, über längere Zeit nimmt dadurch der Fettgehalt in der Milch ab
  • Die Milchleistung nimmt ab, die Zellzahl steigt

Geeignete Massnahmen 

Luftzufuhr 

Damit der Hitzestress erst gar nicht aufkommt, eignet es sich dafür zu sorgen, dass der Stall genügend durchlüftet wird. Das ist sehr wichtig, damit die gefühlte und effektive Raumtemperatur gesenkt wird und die Tiere über das Schwitzen die Körpertemperatur senken können. Um dies zu erreichen, eignet es sich, folgende Punkte umzusetzen:

  • Alle Türen, Tore, Lucken und Fenster offen halten
  • Die Installation von Axialventilatoren ist sehr empfehlenswert. Diese sorgen für den nötigen Luftzug in den Ställen. Sie verringern somit die gefühlte Temperatur. Zusätzlich wird die Luft regelmässig im Raum verteilt und der Fliegenbefall verringert. Denn bei windstillen Wetterbedingungen reicht es nicht aus, alle Türen, Fenster etc. offen zu halten. Wie oft und für wie lange die Ventilatoren am Tag zum Einsatz kommen, ist je nach grösse des Stalles unterschiedlich.

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Wasser als gesundheitsförderndes-und kühlendes Mittel 

Es ist essentiell, dass genügend frisches Wasser vorhanden ist. Die Rinder trinken in den Sommermonaten nicht nur insgesamt mehr als im Winter, sondern nehmen auch pro Minute mehr auf. Es eignet sich dafür folgendes einzuhalten:

  • Optimal sind offene Wasserflächen, die einfach zugänglich sind
  • Mindestens zwei Tränken in jeder Kuhgruppe
  • Installation einer Sprinkleranlage. Eignet sich in Ställen, die gut durchlüftet sind, z.B. in Kombination mit Ventilatoren. Durch eine möglichst feine Einstellung der Tröpfchengrösse wird die Raumtemperatur gleichmässig heruntergekühlt. Zudem werden so die Tiere nicht nass. Wichtig zu beachten, ist dabei, dass die Anlage über dem Fressgang angebracht wird und nicht über den Liegeplätzen. Durch das bleibt der Liegeplatz trocken. Ausserdem darf die Anlage nur während einem limitierten Zeitraum im Einsatz sein. Sonst wird es zu Feucht im Stall und die Kühe leiden noch mehr.

Damit die Rinder den Sommer heil überstehen und genügend Leistung erbringen können, ist es von grosser Notwendigkeit, die Ställe und deren Umgebung auf die Bedürfnisse der Tiere anzupassen.

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